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Black Tattoo Art

Liste der Tattookünstler in diesem Buch:

NEO TRIBAL: Leo Zulueta, Daniel DiMattia, Cory Ferguson, Christos Zacharopoulos, David Sena, Idexa Stern, Christophe Souloumiac, Rory Keating, Jacqueline Spoerle, Matt Black, Nazareno Tubaro, Marc, Patrick Huettlinger, Gerhard Wiesbeck, Alex Nardini. DOTWORK: Colin Dale, Marc, Gerhard Wiesbeck, Cory Ferguson, Matt Black, Daniel DiMattia, Xed Lehead, Vincent Hocquet, Patrick Huettlinger, Pink, Jondix. ART BRUT: Yann Black, Jef, Noon, Marc, Cy Wilson, Navette. TRADITIONAL REVIVAL: Filipino Tribe, Seymour Kaniho, Roonui Anania, Jeremy Lo, Volker Kloth. THAI/BUDDHIST: Peter Schachner, Horizakura, Daniel DiMattia, Mike The Athens, Jondix

Dieses beeindruckende Buch ist eine fotografische Reise rund um die Erde – von Borneo bis Belgien, Argentinien bis Athen, New York bis Neuseeland und noch weiter –, auf der Suche nach avantgardistischer Tätowierkunst, die den uralten Wurzeln des Tätowierens in modernen Interpretationen Tribut zollt. Nie zuvor wurden Arbeiten von so vielen renommierten Blackwork-Tätowierern aus aller Welt in einer einzigen, umfassenden Publikation versammelt. Die Reise beginnt mit einem Überblick über die Geschichte des Tätowierens, führt dann durch verschiedenste Black-Tattoo-Portfolios und macht dabei in folgenden Kapiteln Station: Neotribal, Dotwork, Art Brut, Traditional Revival und Thai/Buddhist.

Das Kapitel Neotribal stellt die Arbeiten von Künstlern vor, die sich auf zeitgenössische Interpretationen traditioneller Tätowierungen und die Kombination von Motiven aus verschiedenen Kulturen spezialisiert haben. Was an diesen Tattoos besonders geschätzt wird, ist ihre harmonische Verschmelzung mit den Konturen des Körpers. Den Fotos in diesem Kapitel gehen zwei Interviews voraus. Im ersten kommt Leo Zulueta zu Wort, der Künstler, der als der Pate des Neotribal-Stils gilt. Danach steht ein weiterer wichtiger Vertreter dieses Stils Rede und Antwort – Daniel DiMattia aus dem Studio Calypso Tattoo in Belgien.

Der Dotwork-Stil, auch als Pointillismus bezeichnet, hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen als eine Möglichkeit, Tattoos Schattierungen und zusätzliche Tiefe und Textur zu verleihen. Das Summen der Rotary-Maschinen in Xed Le Heads Londoner Studio, das buchstäblich in allen Teilen der Welt zu vernehmen war, hat auch andere Künstler dazu angeregt, sich an Dotwork zu versuchen. Colin Dale, ebenfalls für diesen Stil bekannt, beschreibt in diesem Kapitel, wie er Körperkunstwerke mit Handinstrumenten anstelle von Maschinen schafft. Das Spektrum der hier gezeigten Fotos von Dotwork-Tattoos reicht von geometrischen Mustern bis hin zu alter nordischer Kunst.

Art Brut war das Kapitel, das sich am schwersten benennen ließ, weil es für diesen Stil schlichtweg keine rechte Bezeichnung gibt – tatsächlich widersetzt er sich jeglicher Kategorisierung. Wenn das Tätowieren als Außenseiter-Kunst gilt, dann ist dies die Außenseiter- Kunst der Außenseiter. Wir nennen sie Art Brut oder rohe, unverfälschte Kunst – ein Begriff, den Jean Dubuffet für Kunst geprägt hat, die sich den ästhetischen Normen entzieht. Das Spontane und Fieberhafte, das diese Arbeiten kennzeichnet, wird oft mit simpler, ungelenker Linienführung verwechselt, doch nichts könnte der Wahrheit ferner liegen. In diesem Kapitel schildert der Franzose Yann Black – der Mann, der den Anstoß für den Art Brut-Tattoostil gegeben hat – die Leidenschaft und äußerst präzisen Arbeitsmethoden, die seinem Portfolio zugrunde liegen.

Das Kapitel Traditional Revival widmet sich den Tätowierern, die indigene Tattookulturen würdigen, indem sie deren Kunst, Bräuche und Techniken fortführen und in deren Geist arbeiten. Wenngleich sich der vorliegende Band auf modernes Blackwork konzentriert, ist es doch notwendig, einen Blick zurück auf die Ursprünge der heutigen Tätowierkunst zu werfen. Zu Beginn dieses Kapitels wird die Tatak Ng Apat Na Alon-Gemeinschaft vorgestellt, deren Name soviel bedeutet wie „Zeichen der vier Wellen“. Es folgt die Geschichte von Volker Kloth, einem Deutschen, der in das Ta Moko eingeweiht wurde, die alte Kunst der Maori in Neuseeland. Anschließend schildert Seymour Kaniho aus Hawaii, wie er Tattookunstwerke schafft, die von der Lebensgeschichte ihres Träger zeugen und dabei der polynesischen Tradition verpflichtet bleiben. Außerdem sind Bilder der Tätowierungen zu sehen, die Jeremy von Monkey Tattoo in Borneo nach traditioneller Art von Hand ausführt, sowie Fotos der beseelten tahitianischen Kunstwerke von Roonui Anania von Tahiti Tattoos.

Das letzte, von der thailändischen und buddhistischen Kunst inspirierte Kapitel beginnt mit der unglaublichen Geschichte von Peter Schachner, der Anfang der 90er-Jahre vier Jahre lang im Lard Yao-Gefängnis in Thailand inhaftiert war. Von Mithäftlingen lernte er dort die Kunst der Tätowierung mit Handinstrumenten, und wenn er heute on the road tätowiert, verwendet er selbst den Namen Lard Yao, um seine Lehrer zu ehren. Neben seinen Arbeiten werden hier auch Werke anderer Künstler gezeigt, denen es ein Anliegen ist, das Tätowieren als spirituelle Praxis zu bewahren, so etwa Mike The Athens aus Griechenland und Jondix aus Spanien.

Autorin und Herausgeberin von Black Tattoo Art: Modern Expression of the Tribal ist Marisa Kakoulas, eine vielfach tätowierte New Yorker Anwältin und Journalistin, die sowohl für Tattoo-Publikationen als auch Mainstream-Medien schreibt. Auf NeedlesandSins.com macht sie sich fortlaufend über die Tattookultur Gedanken.


ISBN 978-3-934020-71-9
Großformat 24,5 x 31,5 cm
536 Seiten
Texte in Deutsch und Englisch
Über 500 farbige Abbildungen
Hochwertiger Hardcover-Einband
Mit Silberprägung
Originalpreis 98€ (inkl. gesetzl. Mwst.)
 
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Beurteilt man diesen Wälzer nach seinem aufwendigen Umschlag, muss man davon ausgehen, auf einen besonderen Schatz gestoßen zu sein. Und die anspruchsvolle Verpackung hält, was sie verspricht. Marisa Kakoulas gelingt ein außergewöhnliches Werk, das es schafft die globale Vernetzung von Tattoo-Kunst, von Indien über China, Neuseeland nach Europa bis Afrika zu dokumentieren. An Platz wird nicht gespart und die Tätowierungen und die Auswahl der Künstler sind erster Güte. Dieses Buch mausert sich vorraussichtlich zu einem Evergreen, den sich besonders Liebhaber dieser Kunst kaum entziehen können. Aber auch jedem einfachen Fan geballter Tattoo-Kunst erschließt sich schnell der gewaltige Input, den dieses Buch liefern kann.
Tätowiermagazin (Deutschland)

 

 

Ein teures Buch, ja...
...aber ein unglaublich fesselndes. Kompetent geschrieben, herausragend fotografiert und eine Nische(?) abdeckend, die unter all den quietschbunten Pipimädchen-Tattoos wie ein Monolith erscheint. Das Tätowieren in seiner ursprünglichen, höchst künstlerischen Art steht hier im Vordergrund. Erstaunlich, nein, unglaublich, wie viele wunderschöne, sagenhaft-mythische, expessionistische, ja beinahe surreale Designs sich durch die unterschiedlichsten Kulturen ziehen. Ein beeindruckendes Buch für jeden, der sich mit ursprünglichen Tattoos beschäftigen möchte oder damit liebäugelt. Zum Glück habe ich noch ordentlich Platz auf dem Rücken...
Kundenrezension bei Amazon.de (5 von 5 Sternen)

 

 

Ein sensationelles Tattoowerk für alle Profis und Fans.
Tattoo Spirit (Deutschland)

 

 

Das mitreißende an diese Anthologie mit international bekannten Künstlern ist die große Bandbreite, die in diesem Buch gezeigt wird. Und führte das Modern Black Tattoo bisher eher ein Schattendasein, so hat sich das mit diesem Buch gewaltig geändert.
Tattoo Life (Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich)

 

 

Dieses phänomenale Buch sollte in keine Sammlung fehlen.
Tattoo Planet (Netherlands)

 

 

Ein einzigartiges, beeindruckendes Buch, das uns auf der Suche nach avantgardistischer Tätowierkunst auf eine Reise rund um die Erde führt.
Maxim (Deutschland)